Veranstalter:  Organisation: Ev.-luth. Propstei Schöppenstedt
Ev.-luth. Kirchengemeinde Sambleben Rüdiger WilhelmPropsteikantor Julian Heider
Pastorentwete 2 Jasperallee 52An der Kirche 1
D-38173 Evessen D-38102 BraunschweigD-38170 Schöppenstedt
Fon: 05333-425 Fon: 0531-347281Fon: 05332-9680-58
E-Mail: evessen.pfa@lk-bs.de E-Mail: ruediger.wilhelm@lk-bs.deE-Mail: Julian.Heider@lk-bs.de , Homepage: www.propstei-schoeppenstedt.de


Foto: Prof. Dr. Reinhardt Menger

Foto: Prof. Dr. Reinhardt Menger

Konzerte 2018 an der Johann Daniel Boden-Orgel (erbaut um 1776),
37. Jahrgang

Pfingstmontag, 5. Juni, 17.00 Uhr

 Rüdiger Wilhelm (Braunschweig) - Orgel

 Kompositionen von Johann Sebastian Bach, Adrian Junghanns, Daniel Magnus Gronau, Johann Ludwig Krebs

 Rüdiger Wilhelm, 1951 geboren, studierte Kirchenmusik an der Westfälischen Landeskirchenmusikschule Herford und an der Folkwang-Hochschule in Essen. Seit 1979 ist er als hauptamtlicher Kirchenmusiker in Braunschweig tätig, seit 1991 zusätzlich auch als Orgelsachverständiger. Er hat als Herausgeber von Musik des 17. und 18. Jahrhunderts vielbeachtete Editionen vorgelegt und viele Schallplatten, CD- und Rundfunkaufnahmen durchgeführt. http://ruedigerwilhelm.de/

 Sonntag, 1. Juli, 17 Uhr

Julian Heider (Schöppenstedt) - Orgel

Kompositionen von Johann Jakob Froberger, Dietrich Buxtehude, Johann Sebastian Bach, Friedrich Wilhelm Marpurg

 Julian Heider studierte von 2003 bis 2010 evangelische Kirchenmusik an der Hochschule für Musik und Theater Hannover u.a. bei Prof. Pier Damiano Peretti, Jörg Ehrenfeuchter, LKMD Hans-Joachim Rolf und Prof. Frank Löhr. Im April 2010 schloss er dieses Studium mit dem Kirchenmusik-A-Examen ab. Ergänzende Studien bei Prof. Michael Radulescu und Prof. Ludger Lohmann runden seine Ausbildung ab. Heider war Kirchenmusiker in Hessisch Oldendorf und in Bad Münder. Seit April 2010 ist Julian Heider Propsteikantor in der Propstei Schöppenstedt. Zu Julian Heiders Repertoire an Orgelmusik zählen Werke aus allen Stilepochen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt hierbei auf Alter Musik, Barock und deutscher Romantik.

 Sonntag, 23. September, 17 Uhr

 Dr. Felix Friedrich (Altenburg in Thüringen) - Orgel

 Kompositionen von Johann Sebastian Bach, Johann Ludwig Krebs und Wolfgang Amadeus Mozart

 Felix Friedrich wurde 1945 in Hochweitzschen bei Döbeln geboren. Er studierte in Dresden und Weimar Kirchenmusik und Orgel. 1976 berief man ihn als Organist an die Orgel von Tobias Heinrich Gottfried Trost der Schlosskirche Altenburg. Eine ausgedehnte Konzerttätigkeit führte ihn bisher in alle europäischen Länder sowie in die ehemalige UdSSR und in die USA. Er gastierte mit großem Erfolg bei internationalen Musikfestspielen: Salzburger Festspiele, International Congress of Organists in Cambridge, AGO-Convention Detroit u. a.

Es wurden mit ihm zahlreiche Rundfunk-, Fernseh- und Schallplattenaufnahmen produziert. Bisher erschienen von ihm über 80 CDs. Mit besonderem Engagement widmet er sich der Neuen Musik und spielte über 50 Uraufführungen. Als Solist musiziert er regelmäßig mit bedeutenden Orchestern und Dirigenten (u. a. Marek Janowski, Fabio Luisi, Kurt Masur, Helmuth Rilling, Peter Schreier).

1987 promovierte er an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Die musikwissenschaftliche Arbeit ist ein wichtiger Teil seines künstlerischen Wirkens. Seit 1991 leitet er die „Thüringische Orgelakademie“. Für die CD-Edition aller Orgeln von Gottfried Silbermann erhielt er zusammen mit dem Label Querstand des Verlages Klaus-Jürgen Kamprad den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik 2003 und im Jahr 2006 den Kulturpreis der Stadt Altenburg.

 

Samblebener Orgelkonzerte im WEB: http://ruedigerwilhelm.de/sambl.html

 

Eintritt frei (Kollekte)

 Disposition der Joh. Daniel Boden-Orgel

Hauptclavier (I C, D–d3)

Oberclavier (II C, D–d3)

 Pedal (C, D–d1)

Principal 8 Fuß Zinn 
Heute: Weißenborn 1966
Principal 4 Fuß Zinn 
Heute: Weißenborn 1966
Posaune 16 Fuß Holz
Heute: Kupfer  (Weißenborn 1966)
Viola di Gamb 8 Fuß Zinn 
(C-H ursprunglich mit Principal 8 Fuss zusammengeführt,  heute neu, Naturguß, gedeckt, Weißenborn 1966)
Gedackt 8 Fuss, die grosse Octave ist von Holz, die übrigen von ZinnTrompeta 4 Fuß Holz 
Heute: Metall (Weißenborn 1966) 
Octave 4 Fuß ZinnFlauto traverso 8 Fuß von Holz Violon 16 Fuß Holz 
Heute: Subbaß 16 Fuß Holz (Weißenborn 1966) 
Quer Flöte 4 Fuß HolzWaldflöt 2 Fuß  MetallHeute zusätzlich: Oktave 8 Fuß (Weißenborn 1966) 
Hohl - Quinta 3 Fuß MetallQuinta 1 1/2 Fuß Zinn
Octave 2 Fuß ZinnSesquialter 2 fach (1/3 + 1/5 Fuß) Metall
Mixtur (3–)4 fach (2/3 Fuss) ZinnVox humana 8 Fuß Metall
(ursprünglich ab fis, C–f Weißenborn/Giesecke 1966)

Trompete 8 Fuss, die grosse Octave ist von Holz, die übrigen von ZinnEine vakante Schleife
2 Coppelregister
Heute: Ow - Hw (Weißenborn 1968),
           Hw - Pedal (Weißenborn 1966 als Trakturkoppel, ursprünglich Windkoppel)

Tremulant
(Fa. E. Hammer/OBM Franz Rietzsch 1976: Bocktremulant, wirkt aufs ganze Werk) 

3 Keilbälge mit Treteinrichtung, ein Keilbalg ist an den Ventus angeschlossen (1976) 

Winddruck 75 mm

Stimmton: a' = 453,7 Hz bei 18,5 Grad C
Jetzige Temperierung: Kirnberger III (seit 1980)
1993 Aufmessung des Manualpfeifenwerks

Literatur: Christian Eickhoff  und Franz Rietzsch: »Die Restaurierung der Boden-Orgel in Sambleben«, in: Uwe Pape: Monographien historischer Orgeln - Sambleben, Berlin 1978. Uwe Pape: »Zur Restaurierung der Orgel in Sambleben«, in: Zur Frage der Restaurierung der Boden-Orgel in Sambleben, in: Acta organologica, Bd. 22, S. 286–290. Uwe Pape: Materialien zur Orgelbaugeschichte, Folge 1: Zur Restaurierung der Orgel in Sambleben (S. 1–15), Johann Daniel Boden (S. 16–28), Die Boden-Orgel zu Sambleben (S. 29–32), Berlin 1987 (masch.). Uwe Pape: »Zur Geschichte der Bodenorgel in Sambleben«, in: Monographien historischer Orgeln 2 - Sambleben, Berlin 1978. Harald Vogel: »Sambleben«, in: Orgeln in Niedersachsen, hrsg. von Nicola Borger-Keweloh, Günther Laade und Harald Vogel, mit Beiträgen von Arnfried Edler, Peter Golon, Rüdiger Wilhelm und Karl Wurm, Bremen 1997 (ISBN 3-931 785-50-5), S. 258–259, 357.

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